Offener Brief an alle Abiturientinnen und Abiturienten

Zu den Beschlüssen des Schulministeriums vom 16.04. zu Abiturprüfungen und den Sonderweg für den Kreis Heinsberg.

 




An die Verfasserinnen und Verfasser

des Briefes an die Landesregierung

„Abitur 2020 im Kreis Heinsberg“

sowie alle Abiturientinnen und

Abiturienten



 

Liebe angehende Abiturientinnen und Abiturienten,

 

wir möchten Sie heute auf diesem Weg über die aktuellen Entscheidungen und den abgestimmten Zeitplan für Nordrhein-Westfalen und die Regelungen im Kreis Heinsberg informieren:

Die schriftlichen Abiturprüfungen finden zwischen dem 12. und 25. Mai 2020 statt. Für Nachschreibetermine ist der Zeitrahmen vom 26. Mai bis 9. Juni 2020 vorgesehen. Zweitkorrekturen werden entfallen. Die mündlichen Prüfungen im 4. Abiturfach sollen ab dem 26. Mai durchgeführt werden. Als letzter Tag für die mündlichen Prüfungen im 1. bis 3. Abiturfach ist der 26. Juni 2020 festgelegt worden. Nähere Informationen für den gesamten Prüfungsablauf in Nordrhein-Westfalen gibt es online unter: https://www.schulministerium.nrw.de/docs/Recht/Schulgesundheitsrecht/Infektionsschutz/300-Coronavirus/FAQneu_Coronavirus_Wiederaufnahme/index.html

Zu den besonderen Regelungen im Kreis Heinsberg:

Die Schulministerin hat heute im Schulausschuss und in der Pressekonferenz angekündigt, dass es individuelle Prüfungspläne im Kreis Heinsberg für jede/n einzelne/n Schülerin und Schüler geben wird. Diese werden zwischen Schulleiter, Schülerinnen und Schülern sowie der oberen Schulaufsicht abgesprochen. Den Schülerinnen und Schülern wird ein größtmöglicher Zeitraum eingeräumt, hier kann auch für die regulären Abiturprüfungen der Nachschreibezeitraum von vornherein genutzt werden.

Zudem wird dem Landtag in einem Gesetzgebungsverfahren vorgeschlagen, die für das nächste Schuljahr ohnehin geplante Abschaffung der Abweichlerprüfungen vorzuziehen. Damit werden die verpflichtenden Abweichlerprüfungen entfallen.

Bei den ZP 10 wird es keine zentralen Aufgaben geben, hier kann die Schule die Aufgaben selber stellen und dabei berücksichtigen, welche Unterrichtsinhalte vermittelt wurden.

Am kommenden Montag, den 20. April werden die Schulen nur für Lehrkräfte und Schulträger zur Vorbereitung und Organisation geöffnet. Erst ab Donnerstag, den 23. April werden diese wieder für die Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen – die vor ihren Abschlussprüfungen stehen – geöffnet. Hier können die Schülerinnen und Schüler an den Angeboten zur Vorbereitung auf die Prüfungen teilnehmen, diese sind nicht verpflichtend. Die Schulen werden diese Angebote bis zum 23. April planen.

Uns ist bewusst, dass Sie in einer besonderen Situation sind und das Abitur 2020 mit Schwierigkeiten verbunden ist. Wir halten das o.g. geplante Vorgehen für einen gangbaren Weg. Die ca.148.000 Schülerinnen und Schüler, die vor ihren Abschlussprüfungen stehen, sind der erste kleine Schritt zurück in die „Normalität“ des Schulbetriebs mit insgesamt ca. 2,5 Millionen Schülerinnen und Schülern. Für uns besonders wichtig ist, dass Sie mit Ihrem Abitur im Kreis Heinsberg damit einen gleichwertigen Schulabschluss erhalten, aus dem Ihnen keine Nachteile für Ihre berufliche Zukunft entstehen.

Bundesweit haben sich alle 16 Länder gemeinsam darauf verständigt, an den vollwertigen Abiturprüfungen festzuhalten, nur eben unter etwas geänderten Rahmenbedingungen. In fünf Bundesländern beginnt der Prüfungszeitraum bereits nächste Woche. Im Kreis Heinsberg gelten die Regelungen wie im gesamten Land Nordrhein-Westfalen mit einem Zusatz: Die NRW-Ministerin für Schule und Bildung, Yvonne Gebauer, hat zugesichert, dass für jede Schülerin und jeden Schüler aus dem Kreis Heinsberg eine mit den Lehrkräften abgestimmte, individuelle Prüfungsvorbereitung erfolgen soll.

Gerne stehen wir natürlich auch zu einzelnen Rückfragen oder zum weiteren Meinungsaustausch zur Verfügung.

Für Ihre anstehenden Prüfungen und das Abi2020 wünschen wir viel Erfolg!


Beste Grüße







Bernd Krückel MdL                                                                                                                                             Thomas Schnelle MdL