Mit einem Ankündigungsschreiben zur bevorstehenden Befragung wurden am 20. August 60.000 Briefe in ganz Nordrhein-Westfalen verschickt. Im Auftrag des Ministeriums des Innern und des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, befragt das LKA NRW Personen im Alter über 16 Jahren in Nordrhein-Westfalen über ihr Sicherheitsempfinden in unserem Land.

81 Kommunen wurden für die Befragung repräsentativ ausgewählt, darunter auch die Stadt Erkelenz.
Diese Dunkelfeldstudie soll Klarheit bringen über die Fragen, welche Kriminalstatistiken nicht beantworten können. Unabhängig von tatsächlichen Anzeigen oder Strafverfahren, können die Teilnehmenden sich zur Gewaltkriminalität in NRW äußern.

Fragen werden beispielsweise beinhalten, wie wohl sich die Befragten in ihrem Wohngebiet fühlen, ob ihnen bereits einmal Gewalt widerfahren ist, und auch wie gut sie sich über Hilfeangebote für Betroffene informiert sehen.
Anfang September werden die bisher nur vorab Informierten den Fragebogen zugesandt bekommen und können den Verantwortlichen somit Ihre Perspektive auf Gewaltkriminalität vermitteln.
Die Studie soll also das sogenannte Dunkelfeld der Gewaltstraftaten, welche der Polizei nicht bekannt sind, erkennbar machen. Mit Hilfe der gewonnenen Erkenntnisse sollen zudem präventive Maßnahmen und Unterstützungsangebote weiterentwickelt werden.
„Die Studie dient uns als Scheinwerfer, um das Dunkelfeld bei der Gewalt gegen Mädchen, Frauen, Jungen und Männern auszuleuchten. Wir sind dabei auf die Teilnahme der Bürgerinnen und Bürger angewiesen und bitten alle Befragten um Unterstützung. Mit ihren Antworten liefern sie einen wesentlichen Beitrag, um zukünftig die Sicherheits- und Präventionsarbeit in Nordrhein-Westfalen zu verbessern.“, so Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung.
Innenminister Herbert Reul äußert sich zu der Studie mit einem Blick auf die gefühlte Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger: „Die nachweislich verbesserte Kriminalitätslage bei uns in Nordrhein-Westfalen ist die eine Sache, das Empfinden der Bürgerinnen und Bürger die andere. Wir müssen nicht nur für eine bessere objektive Sicherheit sorgen, sondern wir müssen den Menschen auch die Angst nehmen, Opfer einer Straftat werden zu können. Es bringt doch nichts, wenn es auf dem Papier sicher ist, die Leute aber Sorgen haben, wenn sie die eigenen vier Wände verlassen.“
 

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