Feuerwehr

Ich bin stolz darauf, dass wir eine so tolle Truppe in Nordrhein-Westfalen haben. Die Feuerwehren im ganzen Land leisten hervorragende Arbeit. Diese besteht nur zu einem Teil daraus Brände zu löschen, das Tätigkeitsfeld reicht von der Gerätewartung bis zu Einsätzen zur Gefahrstoffsicherung. 

Diese Frauen und Männer gehen hoch motiviert in die Einsätze, egal ob Berufsfeuerwehr oder Freiwillige Feuerwehr. 
Wer einmal in die Flammen gerannt ist, der verdient unseren Respekt. Und diese Anerkennung ist uns in der CDU ein wichtiges Anliegen. 
Daher setzen wir einiges daran, die Arbeitsbedingungen der Feuerwehrleute zu verbessern und befinden uns in engem Austausch mit den Feuerwehren und Verbänden, um Probleme sofort und zielführend anzugehen.

 
Zum Status quo der Feuerwehr in NRW
 
Allgemeines:
Die Feuerwehr hat viele Gesichter in Nordrhein-Westfalen mit knapp 131.000 Kräften in 396 Städten und Gemeinden.
Im Jahr 2017 sind die Feuerwehren unseres Landes mehr als 1,8 Millionen Mal ausgerückt. In 2019 dürfte diese Zahl noch bedeutend höher liegen, 
Für Personal-, Sach- und Investitionskosten haben die Kommunen als Träger der öffentlichen Feuerwehren Aufwendungskosten in Höhe von 1.177.857.247 Euro vermerkt.
 
Freiwillige Feuerwehr:
Das System des Brandschutzes stützt sich in unserem Land traditionell auf das Ehrenamt. Die aktive Wehr besteht zu etwa 85 % aus Ehrenamtlern. In totalen Zahlen sind das 82.800 ehrenamtliche Kräfte. Die Altersgrenze im aktiven Dienst der Freiwilligen Feuerwehr liegt in der Regel zwischen 18 und 67 Jahren.
 
Berufsfeuerwehr:
Eine Berufsfeuerwehr bereitzustellen in für kreisfreie Städte Pflicht laut § 8 BHKG NRW. 
In Nordrhein-Westfalen gibt es 30 Berufsfeuerwehren mit 9.614 Beamtinnen und Beamten und 862 Tarifbeschäftigten an der Zahl.
In 108 Städten und Gemeinden aus NRW gibt es hauptamtliches Personal, welches bei den Freiwilligen Feuerwehren die ständige Besetzung möglich macht.
 
Jugendfeuerwehr:
Die Jugendfeuerwehr ist ein Bestandteil der Freiwilligen Feuerwehr. Sie stellt das zentrale Instrument zur Nachwuchsförderung dar. Teil der Jugendfeuerwehren kann jeder werden, der das zehnte Lebensjahr vollendet hat. 
Mit Zustimmung der Erziehungsberechtigten können Jugendliche ab dem 16. Lebensjahr die Grundausbildung absolvieren und an der aktiven Wehr partizipieren. Über  21.000 Mitglieder sind in den Jugendfeuerwehren NRW's aktiv.
 
Kinderfeuerwehr:
Mit dem neuem BHKG ist es in Nordrhein-Westfalen nunmehr möglich, Kinder ab dem Alter von 6 Jahren in eine Kinderfeuerwehr aufzunehmen. Aktuell bestehen in 100 der 396 Städte und Gemeinden Kinderfeuerwehren. Deren Förderung wurde mit zusätzlichen Mittel im Haushalt 2018 durch die NRW Koalition nochmals verbessert. Fast 2.000 Mitglieder zählen die Kinderfeuerwehren unseres Landes.
 
Werkfeuerwehr:
Werkfeuerwehren sind staatlich angeordnete oder auf Antrag anerkannte Feuerwehren privater Unternehmen. Ihre Errichtung kann einzelnen Betrieben und Einrichtungen mit erhöhter Brand- und Explosionsgefahr von Seiten der zuständigen Bezirksregierung auferlegt werden. Über 5000. Frauen und Männer sind zur Zeit in NRW als Werksfeuerwehrleute beschäftigt.
 

Ausblick
 
Angesichts des demografischen Wandels stehen die Feuerwehren trotz ihrer momentan guten Lage vor einer langfristigen Herausforderung. Daher hat das Ministerium des Inneren des Landes Nordrhein-Westfalen in Kooperation mit dem Verband der Feuerwehren in Nordrhein-Westfalen e.V. Bis Anfang 2019 das Projekt „Feuerwehrehrensache“ durchgeführt.
Im Rahmen des Projektes, wurden Zukunftsfragen, wie die der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben mit dem Ehrenamt, die Modernisierung der Ausbildung sowie taktische und technische Fragen geklärt. Das Projekt zeichnet sich dadurch aus, dass es sich nah an den praktischen Problemen und Interessen der Feuerwehrleute orientiert. Garantiert wurde dies durch die Beteiligung von 73 Pilotfeuerwehren aus ganz Nordrhein-Westfalen. Insgesamt waren in Arbeits- und Unterarbeitsgruppen, Workshops und Seminaren 7.600 Menschen in dem Projekt Feuerwehrehrensache engagiert. In den Arbeits- und Unterarbeitsgruppen wurden bisher 18 Pilotprojekte entwickelt. Aus den Beratungen gingen bisher schon ein neues Brandschutzgesetz (BHKG NRW) und die Verordnung über das Ehrenamt der Freiwilligen Feuerwehr (VOFF NRW) hervor. Die Auswertung des Projekts zeigt allerdings auch die Handlungsfelder auf, an denen wir in Zukunft arbeiten müssen. "Feuerwehrehrensache" hat jedoch bewiesen, wie eng die Landesregierung mit den Feuerwehren zusammenarbeiten kann und wie nah wir uns am Puls der Probleme des Berufsstands befinden, um die bestmögliche Zukunft für den Brandschutz in unserem Land gestalten zu können.

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